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Alpenüberquerung zur Adria nach Portoroz (LJPZ)

Refueling at Linz international airport (LOWL) in Austria

Planung Eine Flugtour zur Mittelmeerküste hatten wir bereits seit einigen Wochen in der Planung. Je nach gewählter Route ist die Überquerung der Alpen in einem einmotorigen Propellerflugzeug der anspruchsvollste Teil einer solchen Reise.

Es ist sinnvoll, im Vorfeld mit mehreren Routenoptionen zu planen, denn die Sichtflugbedingungen an den verschiedenen Alpenpässen können sich kurzfristig ändern. Selbstverständlich werden aktuelle Luftfahrerkarten entlang der Route benötigt. Eine Aktualisierung der "Hindernisdatenbank" (obstacle database) des bevorzugten Luftfahrt-GPS mag vor dem Trip ebenfalls sinnvoll sein - die Frequenz mit der neue Seilbahnen oder Windräder errichtet werden, ist enorm.

Nach Abwägung aller Optionen haben wir uns am Abflugtag dafür entschieden, die Alpen südlich von Graz an der Grenze zwischen Österreich und Slowenien zu überfliegen. Also vorbei an Passau und weiter nach Österreich für einen Tankstop am internationalen Flughafen von Linz (LOWL).

Praxis Wegen der niedrigen Wolkendecke geht es zunächst an Wien vorbei und dann nach Südwesten über Graz zur slowenischen Grenze.

Visual flight conditions request us to cross the alps by staying below the cloud cover

Unseren Flugplan durch Slowenien haben wir entlang der offiziellen Sichtflugroute bis zur Adria erstellt. Nach dem Grenzüberflug geleitet uns die slowenische Flugsicherung freundlich entlang der Meldepunkte. Wann immer ein anderes Flugzeug auf unserer Route fliegt oder diese kreuzt, erhalten wir detaillierte Verkehrsinformationen per Funk von den Controllern am Boden.

Approaching the Gulf of Trieste after having crossed the Alps between Austria and Slowenia

Portoroz Noch immer hängen niedrige Wolken über den Berggipfeln und die Thermik schüttelt uns auf der Strecke entsprechend. Dann ist es endlich geschafft - nach einer guten Stunde durch die slowenischen Berge erreichen wir die Mittelmeerküste am Golf von Triest. Wir beginnen unseren Sinkflug und der freundliche Towerlotse vom Flugplatz Portoroz gibt uns Hilfestellung für den Landeanflug.

At Portoroz airfield (LJPZ)

Die Landebahn von Portoroz ist immerhin 1200m lang und so gestaltet sich die Landung recht entspannt. Bevor wir die Maschine auf einem Abstellplatz parken, tanken wir bereits jetzt für den Rückflug auf. Das Ground-Handling-Team am Flugplatz ist sehr zuvorkommend und freundlich. Da wird nicht nur bei der Hotelbuchung geholfen, sondern auch gleich der Transfer zum Hotel organisiert. So kann der Kurzurlaub an der Adria beginnen!

Beach time at Portoroz

Die slowenische Adriaküste ist noch eher ein Geheimtipp: Weder Ballermann noch dröhnende Musik oder Massen von Touristen stören hier das Vergnügen. Für Hotelkenner empfielt sich das Kempinski Palace am Strand von Portoroz mit einem (wie wir meinen) makellosen Service.

View across the town of Piran

Piran Ein paar Kilometer nördlich von Portoroz liegt die malerische Kleinstadt Piran. Wer gut zu Fuß ist, der sollte unbedingt den Aufstieg zur alten Festungsmauer hoch oben über der Stadt wagen. Von hier aus kann man beinahe den gesamten Golf von Triest überblicken. Am Horizont erkennt man manchmal sogar die Silhouette von Venedig.

Climbing for more altitude along the coastline of Piran

Selbst der schönste Kurzurlaub neigt sich einmal dem Ende zu und so geht es nach ein paar Tagen wieder zum Rückflug vom Flugplatz Portoroz aus. Mit einer Seitenwindkomponente von 15 Knoten (ca. 28 km/h) gelingt der Start etwas holprig aber noch sicher.

Im Steigflug geht es wieder entlang der Küstenlinie bevor wir in die Berge einkurven. Der Flugwetterbereicht hatte moderate Turbulenzen bis in 5000ft Höhe (ca. 1500 Meter) vorausgesagt. Die Turbulenzen waren anfangs spürbar, liessen aber hinter der ersten Gebirgskette deutlich nach.

Turning final runway 33 Graz international airport (LOWG)

Rückflug
und Fazit
Nach dem Überflug des Alpenkamms legen wir eine kurze Pause in Graz ein. Lustiges Detail: Beim Endanflug auf die Piste 33 von Graz fällt uns eine kleine GoKart-Bahn im Anflugsektor auf, siehe Foto oben. Insgesamt sind wir vom Service an den österreichischen Verkehrsflughäfen begeistert: Prima Service, niedrige Gebühren, Tankwagen kommt zur Parkposition auf dem Vorfeld, etc.
Ein weiterer Stop führt uns dann nach Nürnberg, da wir uns auf Grund der Wettersituation kurzfristig zu einer Übernachtung entschlossen hatten. Auch hier ist das Personal am GAT (General Aviation Terminal) sehr freundlich und serviceorientiert. Am Folgetag erreichen wir dann schliesslich wieder unseren Heimatflughafen.

Unsere Erfahrungen in Kurzform:

  1. Die aktuellen Flugwetterinformationen in Österreich und Slowenien sind absolut essentiell für eine Alpenüberquerung und bestimmen somit die Auswahl einer geeigneten Route.
  2. Die Flugplanaufgabe über das Online-Portal der Deutschen Flugsicherung (DFS) war für alle Flugrouten (auch die Auslandsrouten) problemlos möglich.
  3. Bei schlechtem Wetter ruhig mal einen Ausweichtag einplanen und den Flieger stehen lassen.
  4. Während des Fluges immer per Funk beim jeweiligen Fluginformationsdienst (FIS) registrieren, um wichtige Verkehrsinformationen zu erhalten.
  5. Südlich der Alpen (ab Slowenien) laufen Flüge unter Sichtflugregeln (VFR) praktisch "kontrolliert" ab, d.h. es besteht permanenter Funkkontakt zum FIS, welcher auch Anfragen zur Änderungen der Flughöhe oder -route freigibt.

Eine Tour mit Wiederholungscharakter!

Permalink & Kommentare 21.06.2015



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